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Fabian Villmeter & Jogi Barth im Interview

3. Januar 2012 Allgemein

Die Basketballer des TV Langen rangieren zum Ende des Jahres 2011 mit 16 Punkten auf einem guten sechsten Tabellenrang. Zwischen Weihnachtsgans und „Dinner for One“ blicken Headcoach Fabian Villmeter und Manager Jogi Barth gemeinsam zurück auf ein erfolgreiches Jahr und wagen einen ersten Ausblick für den weiteren Saisonverlauf.

Fabian, Jogi – wie fällt euer Fazit für den bisherigen Saisonverlauf aus? Geht ihr beruhigt den Jahreswechsel an?

FV: Die Liga ist insgesamt schwer einzuschätzen und enger zusammen gerückt. Mit unseren Möglichkeiten haben wir sicherlich das Beste rausgeholt. Leider haben uns kleine Verletzungen etwas zurück geworfen, sodass wir noch nicht in Bestbesetzung spielen konnten.  Richtig beruhigt können wir sein, wenn wir das erste Spiel in 2012 gegen Hanau gewonnen haben.

JB: Ich sehe es wie Fabian und bin sehr zufrieden mit der sportlichen Situation. Wir haben vor der Saison drei wichtige Spieler verloren und haben den Ausfall sehr gut kompensiert. Ich würde mir wünschen, dass wir im Zuschauerbereich mehr Zuspruch aus den eigenen Reihen erfahren, Die Mannschaft gibt ihr bestes und freut sich auf lautstarke Unterstützung. Im Sponsorenbereich können wir uns auf unsere langjährigen Partner, die Sehring AG sowie die Stadtwerke, verlassen. Ich freue mich auf einige Änderungen in der Halle, die unser Catering-Angebot künftig weiter verbessern.

Ein Spitzen-Quartett an der Tabellenspitze, drei Teams nahezu aussichtslos auf den letzten Rängen und die Giraffen mitten drin im breiten Mittelfeld. Wie schätzt ihr die ProB Süd in diesem Jahr ein?

FV: Alles rückt enger zusammen, jeder kann jeden schlagen und es gibt keine leichten Spiele mehr. Das Quartett um Leipzig, Gotha, Nördlingen und Sandersdorf steht zu Recht an der Spitze, Rhöndorf ist der erste Verfolger und wir wollen uns zeitnah in den Play-Off-Plätzen festsetzen. Es bleibt aber gefährlich, da Breitengüßbach in Lauerstellung steht und ins Rennen eingreifen kann.

 JB: Die Liga ist ausgeglichen und vor allem stärker geworden. Auch in der ProB sind Vereine mit hohem Budget vorhanden und es gibt immer weniger Mannschaften, die mit jungen Spielern arbeiten. Der Aufstieg wird am Ende über Gotha entschieden.

Mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren verfolgt der TV Langen das Prinzip „Die Junge Liga“. Wird das auch weiterhin ein Erfolgsgeheimnis der Giraffen sein?

FV: Ziel muss es sein, mit jungen deutschen Spielern zu arbeiten. Die Spieler müssen davon profitieren, in dieser Liga Erfahrung sammeln zu können. Mit Nate Drury und Marco Völler haben wir zwei Vorbilder, die den jungen Spielern Halt geben und sie führen. Nate und auch Luke Fitzgerald sollen die Mannschaft natürlich auch tragen. Auch künftig wollen wir junge Spieler einbinden, so trainieren zum Beispiel aktuell zwei JBBL-Talente mit der Mannschaft. Junge Spieler brauchen Vertrauen und das ist ein langer Weg.

JB: Die Regelung mit zwei Ausländern in der ProB  halte ich für gut, so liegt die Verantwortung auch bei deutschen Spielern. Spielzeit spielt bei der Entwicklung junger Spieler eine große Rolle. Schon in der ProA ist die Rotation und damit auch die Rollenverteilung eine andere. Wir werden immer den Spagat haben, dass wir sportlich erfolgreich sein wollen, gleichzeitig aber unsere eigenen Talente fördern. Wir haben eine Basketball-Tradition und die wollen wir auch künftig, zum Beispiel mit einem starken 96er Jahrgang, nutzen.

Was waren eure Highlights in 2011 und wo hätte es besser laufen können?

FV: Unsere erste gemeinsame Play-Off-Erfahrung mit den Auswärtsspielen in Stahnsdorf und der Serie gegen den späteren Aufsteiger Ehingen war wirklich toll. Ärgerlich ist, dass wir in dieser Saison gegen Lich und Hanau verloren haben. Diese Niederlagen schmerzen im Nachhinein etwas.

JB: Ich erinnere mich noch an unser „Comeback“ vor heimischem Publikum, als wir gegen Ehingen in der zweiten Play-Off-Runde das erste Spiel hoch verloren hatten, das Rückspiel dann völlig verdient gewinnen konnten und im entscheidenden dritten Spiel den hohen Favoriten auch auswärts am Rande einer Niederlage hatten.

Im Januar warten gleich vier Spiele auf das Team. Los geht es am 07. Januar in Hanau. Wie schätzt ihr die Chancen in den Duellen im Januar ein?

FV: Wenn wir gegen Hanau gewinnen, sollte uns ein Play-Off-Platz sicher sein und wir können gegen die Top-Teams befreiter aufspielen. Ich hoffe, dass wir in Bestbesetzung auflaufen können. Gerade gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenregion wollen wir es natürlich wissen.

JB: Insgesamt sind die Top-Mannschaften der Liga, zum Beispiel Gotha oder Nördlingen, tiefer besetzt. Aber gerade vor heimischem Publikum müssen wir uns nicht verstecken. Auf das Duell mit Hanau freue ich mich, schließlich haben Derbys immer eine gewisse Brisanz und auch Tradition.

Wohin geht die Reise im Jahr 2012 für den TV Langen? Wenn die Play-Offs erreicht sind, kommt in erster Linie was?

FV: In den Play-Offs werden die Karten neu gemischt. Solche Serien sind immer sehr spannend, wir können sehr entspannt aufspielen und vielleicht die ein oder andere Überraschung landen. In erster Linie wollen wir, wenn die Play-Offs erreicht sind, Spaß haben und unsere Spieler gegen Gegner aus dem Norden weiter entwickeln.

JB: Play-Off-Partien sind immer mit viel Spannung und auch schönen Auswärtsfahrten verbunden. Dies ist nochmal eine gute Gelegenheit, mit der Mannschaft unterwegs zu sein und gemeinsam Erfolge zu feiern

PM: TV Langen