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Rollt #1: Ohne Sie Rollt. es nicht | Otmar Passiwan – Der Chef-Delphin

23. August 2013 Allgemein

Er sitzt seit dem zweiten Lebensjahr im Rollstuhl. Er fuhr als 19-Jähriger anno 1972 zweimal die Woche in seinem Opel Kadett von Trier nach Koblenz zum Training. Er ist der Vater eines der besten Spieler der Welt. Er ist der Gründer des Trierer Rollstuhlbasketballs und dessen Begleiter. Er ist ein Mensch, der es sich verkneift zu jammern: Otmar Passiwan. Ein Mann, der Basketball und seine Berufung.

 „Ich bin alt“, sagt der 62-jährige Otmar Passiwan. Eine Statement, das mit der Eintragung auf seiner Geburtsurkunde übereinstimmen mag, nicht aber mit den Aussagen über sich und seinen Sport: den Rollstuhlbasketball. Er ist ein Macher, der weiß, dass sich Erfolg nicht erzwingen lässt, sondern nur durch harte Arbeit sowie das Umsetzen kleiner Schritte. „Ich habe den Verein 1985 gegründet, weil ich mir sicher war, dass das was in Koblenz in Sachen Rolli-Basketball klappt, auch in Trier funktionieren muss“, so der ehemalige Leichtathlet. Gesagt getan. Der RSC Trier war gegründet. Ein Verein, dem Passiwan – mit einer Unterbrechung von zwei Jahren – vorsteht. Ein Klub mit einer klaren Philosophie. „Wir wollen talentierten Spielern eine Brücke bauen“, so der Manager, der bis 2006 selbst aktiv gespielt hat. „Junge deutsche Spieler zu bekommen ist sehr schwierig. Schon aufgrund der Finanzen. Ausländischen Spieler können sich bei uns profilieren.“ Ihm geht es um den Sport, um die Menschen, das spürt man. „Wer keinen Sport treibt, wenn er schon im Rollstuhl sitzt, verpasst was. Basketball bedeutet Selbstbewusstsein für einen selbst“, so der Vater des 17-maligen Bundesliga-Top-Scorers Dirk Passiwan. Seit 1994 sind die Männer von der Mosel in der Bundesliga. Ein Urgestein, wie ihr Manager, der zuletzt vor fünf Jahren Urlaub gemacht hat, weil sich bei ihm alles um den Basketball dreht. „Ich hab mir immer verkniffen zu jammern. Wenn du was machst, dann mach es richtig oder lass es sein“, so der Manager. Unterstützung erhält er von Marketingmann Günter Ewertz, der den Verein und Passiwan selbst an allen Ecken unterstützt. Ein Klub, der wie von vielen Ehrenamtlern getragen wird, von Menschen, die sich berufen fühlen. Berufene wie Otmar Passiwan, der „Ober-Delphin“ von der Mosel.

Quelle: Rollt. #1 | Martin Schenk

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