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SPOPS Azubi-Serie #1: Der Köder muss dem Azubi schmecken, nicht dem Personaler!

10. August 2013 Allgemein

Was haben Sponsoringanfragen von Sportklubs, Bewerbungen um Ausbildungsplätze und die unternehmensseitige Umsetzung von Sportsponsoringmaßnahmen gemeinsam? Richtig, sie sind meist unprofessionell gemacht, zeugen mitunter von wenig Leidenschaft und sie könnten erfolgreicher sein, wenn sich intensiv mit dem Empfänger auseinander gesetzt würde. Während Ausbildungsbetriebe über unmotivierte Bewerber jammern, Vereine über zu wenig Geld für die Klubarbeit klagen und die Jugend von heute lieber „chillt“ und sich mit der privaten und Job-technischen Lebensausrichtung jede Menge Zeit lässt, wird eine schon vorhanden Stellschrauben zur Verbesserung der Situation unbewusst links liegen gelassen: das Sportsponsoring.

Wir machen das mit den Fähnchen bzw. heulen mit den Wölfen

Sie sponsern einen Sportverein? Gratulation! Sie engagieren sich, womöglich in der Region, kümmern sich um die Jugend, zeigen soziale Verantwortung, bekommen ihr Logo resp. eine Anzeige im nächsten Vereinsjubiläumsblättchen geschaltet. Klasse. Und der Mehrwert für ihr Unternehmen? Seien Sie ehrlich. „Ja, wir machen es für Kollegin Müller, ihre Tochter spielt dort“. „Hhhm, der Chef kennt den Vereinsvorstand, deshalb unterstützen wir das“. „Wir haben Verein A gesponsert, deshalb sponsern wir jetzt auch Verein B“. Bitte nicht falsch verstehen. Unterstützung und soziales Engagement ist wichtig. Aber: Sponsoring heißt nun mal Leistung entspricht Gegenleistung. Und nicht: Teilnahme an einem Logofriedhof. Ein Mitwirken das übrigens so viel werblichen Erfolg besitzt wie das Werben um 16-jährige Azubis in der FAZ.  Aber zurück zum Thema. Wir lassen das mit den Fähnchen und sehen Sponsoring als Kommunikations- und Marketinginstrument. Auch Personaler schalten Anzeigen und kommunizieren mit der Außenwelt – und nicht nur der Vorstand, das Marketing und der Vertriebsleiter bei Häppchen und Äbbelwoi im VIP-Raum. Ja, ja, ohne Vertrieb gäb es keinen Umsatz. Mag sein. Aber ohne engagierte Mitarbeiter und leistungsorientierten Nachwuchs gäb es die Firma erst recht nicht. Also nutzen Sie, dem demografischen Wandel trotzend, den Hort und Dorfbrunnen der potenziellen Jungmitarbeiter: die Sportvereine. Egal ob leistungs- oder breitensportorientiert. Es gibt jede Menge junge Menschen, die nur darauf warten, von Ihnen angesprochen zu werden. Dazu müssen sie jedoch sexy sein. Ja, Sie haben richtig gehört! Sexy, attraktiv, anziehend. Ihre Firma muss in aller (Jugend-)Munde sein, Emotionen wecken, berühren und sich „nachhaltig“ im Bewusstsein und Gedächtnis der Teens verankern. Das tut Sie jedoch nicht mit Fähnchen und Traubenzucker mit Firmenlogo.

Brainwashing statt Greenwashing

Hören Sie auf mit dem Sponsoring-Greenwashing und starten Sie ein Brainwashing in Sachen aktiver Partnerschaft mit Jugendabteilungen und Klubs. In den folgenden Tagen geben wir Ihnen ein paar Denkanstöße zum Thema Azubigewinnung, Steigerung Ihres unternehmerischen Sexappeals in Sachen Außendarstellung sowie Nutzenstiftung in Sachen Sportsponsoring. Interessant auch für Klubs, um sich im „Haifischbecken“ Sportsponsoring zu orientieren. Alle Angaben – ab morgen – ohne (Erfolgs-)Gewähr.